Berücksichtigung der Ermittlung von Verkehrswerten für Gebäude nach Standard der EnEV 2009
In der Wertermittlung werden nachaltige energieoptimiertere Maßnahmen, wie Wärmedämmung der Fassade, Dachbereich, Bauteil-/ Ausrüstungselemente über die Wertung von Ausstattungsstandards berücksichtigt und eingearbeitet. Das gilt für bereits vorhandene energieoptimierte Systeme oder nach EnEV noch zu schaffende Vorraussetzungen.

Erbschaftssteuerreform
Die erbschaftssteuerlichen Regelungen erfordern in einem erheblich stärkeren Maß (als früher) bei ihrer Anwendung die Einholung des Wissens eines Grundstückssachverständigen, um die vom Finanzamt erhobenen Erlasse ändern zu können ( Basis: § 198 BewG- Recht auf eigenen Nachweis des Verkehrswertes über ein Gutachten eines Sachverständigen).

Wohnflächenabweichung
Bei einer Mieterhöhung nach § 558 BGB ist die vertraglich vereinbarte Wohnfläche auch dann zugrunde zulegen, wenn die tatsächliche Wohnfläche (zum Nachteil des Mieters) eine geringere Größe (max. 10% Abweichungsgrenze) aufweist (BGH AZ VIII ZR 205/08)

Bestimmung der ortsüblichen Vergleichsmiete
Der Vermieter darf die Miete bis zum oberen Wert der Bandbreite der konkreten ortsüblichen Vergleichsmiete (Einzelvergleichsmiete) anheben. Dies gilt auch dann, wenn die Einzelvergleichsmiete unter Heranziehung eines Sachverständigengutachtens ermittelt worden ist.

Bundesrat stimmt der ImmoWertV zu
Der Bundesrat hat der von der Bundesregierung am 24. März 2010 beschlossenen neuen Immobilienwertermittlungsverordnung – -kurz ImmoWertV- – vorbehaltlos zugestimmt. Die neuen Regelungen, die an die Stelle der seit nunmehr über 20 Jahren unveränderten WertV88-Regelungen treten, sind ab dem 1. Juli 2010 anzuwenden.

Grundsteuer auf der Basis von Verkehrswerten
Die Finanzministerinnen und Finanzminister der Länder haben auf der Finanzministerkonferenz am 28.01.2010 erneut eine länderoffene Arbeitsgruppe zur Reform der Grundsteuer eingesetzt. Hauptanliegen der Reform ist die Schaffung zeitgemäßer Bemessungsgrundlagen der Steuer, die die völlig veralteten Einheitswerte ersetzen sollen. Das eingesetzte Gremium wird – so der bisherige Fahrplan – im Herbst 2010 seine Arbeit aufnehmen und sich mit alten und neuen Modellen einer Grundsteuer auseinandersetzen. Dazu gehört jetzt auch der in einer Machbarkeitsstudie der Länder Berlin, Bremen, Niedersachsen, Sachsen und Schleswig-Holstein enthaltene Vorschlag einer Grundsteuer auf der Basis von Verkehrswerten.
Einen erheblichen Schub werden die Arbeiten an der Grundsteuerreform durch die jetzt bekannt gewordenen Entscheidungen des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 30.06.2010 ) erhalten.

Keine Maklerprovision bei reduziertem Kaufpreis
Zu den Hauptaufgaben des Maklers gehört zweifelsfrei die richtige Kaufpreiseinschätzung. Übertriebene Kaufpreise wirken sich nicht nur negativ auf den Ruf des Maklers aus, denn Kaufpreisreduktionen sind auch provisionsgefährdend, wie das jetzt veröffentlichte Urteil des OLG München beweist. Know-how in der Immobilienbewertung führt nicht nur schneller und gezielter, sondern auch sicherer zum Abschluss. Der Autor stellt das erwähnte Urteil und dessen Folgen vor.

Neue Informationspflichten für Sachverständige
Auch Sachverständige unterliegen der Informationspflicht nach der neuen Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung (DL-InfoV). Ein Verstoß kann den Sachverständigen teuer zu stehen kommen.

Novellierung der Europäischen Gebäuderichtlinie
Mit der am 8. Juli in Kraft getretenen Neufassung der Richtlinie 2010/31/EU über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden, kurz EU-Gebäuderichtlinie, werden die Mitgliedsstaaten der EU verpflichtet, ihre Treibhausgasemission durch entsprechende Maßnahmen bis 2020 zu senken. Durch die neue Richtlinie sollen die Energie- und Klimaziele der EU erreicht werden.